DESIGNER HANS SANDGREN JAKOBSEN (1963) Hans Sandgren Jakobsen gehört zu den jungen Designern, die sich in kürzester Zeit in der dänischen Möbelszene einen Namen gemacht haben. Er versucht, Form und Funktion mit spannenden Details zu vereinen und mit festgefahrenen Denkweisen aufzuräumen: Die künstlerische Entfaltung darf gerne aus mehreren Winkeln gleichzeitig erlebt werden. TRENNWAND "VIPER" Die Grundidee zu der mobilen Trennwand "Viper", die heute bei Fritz Hansen in Produktion ist, war eigentlich, eine Jalousie mit ovalen Holzlamellen zu schaffen. Nur haben Ideen die Eigenschaft, auf den Kopf gestellt zu werden. Eine Jalousie im Hochformat, wo die Holzlamellen gegen ovale Pappröhren ausgetauscht wurden. Das Detail wurde der obere und untere Beschlag, der der Trennwand ihre Flexibilität verleiht. Der Beschlag betont das Produkt und verleiht den ovalen Pappröhren eine zusätzliche Dimension. IM MÖBELFACH AUSGEBILDET Eine solide Ausbildung als Möbeltischler kombiniert mit der Desig-nerausbildung haben die Basis für das Talent geschaffen, das sich heute in voller Entfaltung befindet. Nach dem Abitur kam Hans Sandgren Jakobsen 1982 in die Tischlerlehre. Das Abschlußprojekt war ein Schreibpult, wofür er 1986 eine Silbermedaille bekam. Danach folgte eine Periode bei Rud. Rasmussens Snedkerier (1986-87), wo ihm Aufgaben innerhalb der klassischen Möbelkunst das Wissen über die traditionsreiche Fertigung von Möbeln aus Holz beibrachten. Sein Traum war jedoch die Dänische Designschule - wo die Designerausbildung in den Jahren 1986-90 absolviert wurde. INSPIRATION AUS WEST UND OST Mit einem der vielen vergebenen Stipendien in der Hand begab sich Hans Sandgren Jakobsen 1988 in die USA. Seine Absicht war das Studium der Shaker-Tradition - Inspiration in den Lösun-gen der Shaker zu finden. Ein Aufenthalt 1990 in Japan - mit vielen verschiedenen Skizzenauf- gaben - ermöglichte einen Einblick in den minimalistischen japanischen Designprozeß. DESIGNGRUPPE "SPRING" 1991 wurde die Designgruppe "SPRING" von drei Textildesig-nern und Hans Sandgren Jakobsen als Möbeldesigner gebildet. SPRING ist ein Forum, wo sich die Designer kraft ihrer unterschiedlichen Arbeitsbereiche gegenseitig inspirieren, kooperie-ren und gemeinsam ausstellen können. Parallel zu SPRINGs nach außen gerichteter Tätigkeit spielt in-nere Dynamik für die Gruppe eine wichtige Rolle: Hier entstehen die Ideen und Umbrüche, die zu neuen Denkansätzen und fach-übergreifenden Lösungen führen. EIN FLEISSIGER AUSSTELLER Hans Sandgren Jakobsen ist seit jeher ein fleißiger Aussteller, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gemeinschaft der SPRING-Gruppe. Frankreich, Deutschland, Spanien und Rußland gehören zu den Ländern, die Hans Sandgren Jakobsen mit seinen visionären Designs besucht hat. Von 1991 bis 1997war Hans Sandgren parallel zu seiner eige-nen Designarbeit Teilzeitassistent von Nanna Ditzel, der Grand Old Lady des dänischen Möbelsdesigns. Der junge dänische Designer hat auf der Herbstausstellung der Schreiner 1993-96 ausgestellt. Und mit der Präsentation der Trennwand "Viper" auf der Orgatec Messe in Köln 1996 er hat sich endgültig einen Namen gemacht. MÖBEL... UND SPIELMÖBEL Die Liste über Möbel mit dem Kennzeichen "Design Hans Sandgren Jakobsen" ist bereits lang: Die Sofaserie "Barcelona" mit Textillösung von den Designerkollegen von SPRING, der Tatamistuhl "Eri" und der Caféstuhl "Jakob", das Regal "Tana", ein Spielschemel, der gleichzeitig eine Rassel und ein Spielhaus, das gleichzeitig eine Schaukel ist - um bloß einige der bekannteren Produkte zu nennen. UNTERWEGS ZU NEUEN ZIELEN Mit seinem Talent und der unverfälschten, jugendlichen Neugier hat Hans Sandgren Jakobsen noch viele neue Ziele zu verfolgen. Seine Phantasie wird den Designraum ausfüllen - und die dänische Möbeltradition wird neue Wege beschreiten.